Berichte

Jahresanlass HFWpremium: China als Wirtschafts- und Weltmacht

19.11.2019 15:04 von Rolf Bänziger

China als Wirtschafts- und Weltmacht

Gut 150 Studierende und Dozenten der Schulen Aarau, Baden, Basel, Schaffhausen und Zug reisten am 13. November 2019 an die Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten. Prof. Dr. Ruedi Nützi, Direktor der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz und gefragter China-Kenner, gab uns einen spannenden Einblick in das Reich der Mitte. Keinem anderen Land ist es gelungen, innerhalb von vierzig Jahren 800 Millionen Menschen aus der Armut zu führen.

Shenzhen – vom Fischerdorf zum High-Tech-Labor

Als Beispiel für den kometenhaften Aufstieg Chinas in den letzten vier Jahrzehnten sei Shenzhen genannt. 1950 war es noch ein Fischerdorf mit 3000 Einwohnern, heute leben dort rund 12.5 Millionen Menschen (Hongkong: 7.4 Mio.). Shenzhen gilt als Einwanderungsstadt mit Top-Universitäten und High-Tech-Firmen wie Huawei mit 180'000 Mitarbeitern weltweit. Seit diesem Jahr sinkt der CO2-Ausstoss in Shenzhen rapide: Alle 17’000 Busse und 70 % der 14‘000 Taxis fahren elektrisch. China beherrsche die Kunst des Ausführens. Wenn ein Problem analysiert sei, würden die Lösungen schnell umgesetzt, so Nützi. Als Antwort auf die Schnelligkeit, mit der China seine geopolitische Strategie verfolgt, sieht Nützi eine aktive und koordinierte Ausgestaltung der Beziehungen Schweiz–China, das heisst den regelmässigen Austausch zwischen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Akteuren. Die Schweiz müsse eine China-Strategie entwickeln, wie zum Beispiel die Niederlande, und an der «One Belt, One Road»-Initiative mitwirken, in der sie auch eigene Standards einfordere. Die Schweiz habe auch einige Stärken, die von chinesischen Besuchern immer wieder bewundert würden: Eine davon sei das duale Bildungssystem.

Dank und Verabschiedung von Boris Rohr

Der neue HFWpremium-Präsident Ruedi Schweizer nutzte die Gelegenheit, Boris Rohr, HFWpremium-Präsident von 2015 bis Frühjahr 2019, zu verabschieden. Boris Rohr begleitete die HFW Schaffhausen und Zug bei der Integration in HFWpremium, organisierte zahlreiche Anlässe zur Fortbildung der Dozenten, unter anderem mit Prof. Dr. Lutz Jäncke, dem renommierten Hirnforscher. Die Teilnehmer würdigten Rohrs grossen Einsatz mit einem kräftigen Applaus. Als Berggänger erhielt er ein Taschenmesser mit Gravur.

Unser grosser Dank gilt Ruedi Nützi für sein ausgezeichnetes Referat und die Gastfreundschaft. Wir danken auch Denise Brugger, welche viele Augenblicke mit ihrer Kamera gekonnt eingefangen hat. Ein Apéro riche sowie viele schulübergreifende Gespräche rundeten den gelungenen Anlass ab.

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